Der Giersch

Das größte Glück, für alle, die ihn zu schätzen wissen.

Der Giersch ist ein Un-Kraut, das wirklich seinem Namen alle Ehre macht. Wer ihn einmal im Garten hat, wird ihn nicht mehr los werden.

Ich möchte heute eine Lanze für den Giersch brechen.

Seine Geschichte geht bis in die  Steinzeit zurück, in der er schon verzehrt wurde, weil er eben nicht dieses lästige Unkraut ist, für das wir ihn gelegentlich halten.  Bereits im Mittelalter wurde er bei der Behandlung von Gicht eingesetzt. In  Königshäusern war er eine geschätzte Delikatesse.

Warum also sollten wir auf soviel Gutes aus der Natur verzichten??

Er ist ein sehr schmackhaftes Un-Kraut das mich leicht an Petersilie und Karotten erinnert.

Seine wertvollen Inhaltsstoffe  machen ihn zu einem beliebten Wildgemüse.

Sie reichen von  ätherischen Ölen, über Kalium, Magnesium, Mangan bis hin zu Zink und Kupfer. Auch mit einem mehrfachen an Vitamin A und C und Eiweiß als ein Kopfsalat, kann sich unser Giersch brüsten.

Verzehren könnt ihr ihn in Salaten, als Gemüse, mit Spinat gemischt, oder als Suppe. In Kräuterquark, zusammen mit anderen Wildkräutern wie Brennnessel und Löwenzahn, ist er eine aromatische Beigabe.

Probiert einmal Rührei mit kleingeschnittenem Giersch. Eine wahre Geschmacksexplosion am Gaumen!!!

Bei Wanderungen hilft er zerquetscht gut gegen Insektenstiche.

Als Heilkraut dient er als Tee getrunken gegen Blasenentzündungen, Durchfall, Gicht, und Rheuma,

Er wirkt abführend, beruhigend, entwässernd, harntreibend, entzündungshemmend. Fördert den Stoffwechsel.

Ernten könnt ihr ihn ab März, wenn die frischen Triebe aus dem Boden sprießen und knackig, nussig und lecker schmecken bis in den Herbst hinein.  

Ihr könnt ihn auch sehr gut trocknen und somit das ganze Jahr genießen.

Die weißen Blütendolden,  im Juni und Juli  die Bienenwelt erfreuen , können auch wir ernten und zum Salat geben.

Für alle Wildkräuter gilt, sammelt sie nicht vollständig an einer Stelle, rupft immer nur einzelne Blättchen ab, und sammelt nur die Kräuter, die ihr wirklich erkennen könnt.

So gelingt uns ein schmackhaftes  Miteinander mit der Natur vor unserer Haustür.

Begeisterung für den Reichtum der Natur wünscht euch Christine